Standortspezifisches Förderkonzept

Wie in unserem Schulprofil festgeschrieben, verstehen wir unter individueller Förderung die Suche nach einem Mittelweg zwischen Fördern und Fordern. Schon seit Jahren haben Förderkurse bei uns große Tradition, wurden von den Schüler/innen gerne angenommen und zeigten – statistisch belegbar – deutliche Erfolge.

Im Sinne des BMBWK–Rundschreibens 11/2005 vom 28.6.2005, weiter geleitet vom Stadtschulrat für Wien am 8.7.2005, haben wir unser Förderkonzept mit Beginn des Schuljahres 2005/06 ausgebaut und noch deutlicher strukturiert.

Ab dem Schuljahr 2006/07 haben wir – aufbauend auf dem Vorschlag des Stadtschulrates für Wien vom 15.2.2006 – die folgende aktualisierte und ergänzte Form festgelegt:

Kompensatorische Fördermaßnahmen

  1. Förderkurse im "traditionellen" Sinn als Angebot für Schüler/innen, Lernrückstände aufzuholen; im Sinne des "Allgemeinen Teils" des Lehrplanes wurden diese Förderangebote auf alle Gegenstände und Jahrgänge ausgeweitet (Ressourcenbewirtschaftung durch Budget für Förderkurse wie bisher).

  2. Förderung von Schüler/innen mit nichtdeutscher Muttersprache durch die unverbindliche Übung "Deutsch als Fremdsprache"
    (Ressourcenbewirtschaftung über "zusätzliche Werteinheiten" des Stadtschulrates für Wien wie bisher).


Förderung von besonderen Begabungen und Interessen

  1. Freigegenstände und unverbindliche Übungen (Ressourcenbewirtschaftung durch autonomes Werteinheitenbudget der Schule wie bisher)

  2. Olympiaden und Wettbewerbe (Ressourcenbewirtschaftung über autonome Förderwerteinheiten, die der Stadtschulrat im Zuge der LFV vergeben hat)

  3. Fremdsprachenoffensive: zusätzliche Projekte, zeitlich begrenzte Teilungen und Einsatz von "Native Speakers" (Ressourcenbewirtschaftung über Unterstützung durch den Elternverein)

  4. Förderung von Sozialkompetenzen im Sinne des Papiers "Gesamtkonzept Sozialkompetenz", erstellt im März 2006
    (Ressourcenbewirtschaftung: Siehe "Gesamtkonzept Sozialkompetenz")

  5. Zusätzliche Projekte, z.B.: das Projekt des BM:BWK und des Roten Kreuzes zur Förderung der Ersten Hilfe–Kompetenz (Ressourcenbewirtschaftung über allfällige Sonderdotationen bzw. über das Budget für Förderkurse, wenn es sich um eine Vertiefung in einzelnen Gegenständen handelt)


Förderung durch besondere Differenzierung und Individualisierung

  1. Zeitlich begrenzte und Anlass bezogene Teilung in Kleingruppen in besonders übungsintensiven Gegenständen (Ressourcenbewirtschaftung über Budget für Förderkurse)


Förderung zur Bewältigung der Nahtstellen

  1. Klassenvorstandstunde in der 1.Klasse (Ressourcenbewirtschaftung 50% über autonomes Werteinheitenbudget der Schule, 50% über "zusätzliche Werteinheiten" des Stadtschulrates für Wien)

  2. Begrüßungstage mit Gruppen bildendem Schwerpunkt wie seit 2003/2004 (Ressourcenbewirtschaftung über Eigenleistung der Eltern und über das Schulveranstaltungsbudget der Schule)


Grundsätze

  1. Die Fördernotwendigkeit wird von den Lehrer/innen festgestellt, wobei jedenfalls Bedürfnisse der Schüler/innen und nach Möglichkeit Wünsche der Eltern berücksichtigt werden.

  2. Die Lehrer/innen werden auf Diagnosekompetenz geschult.

  3. Das Förderangebot ist ein Angebot, niemals eine Verpflichtung für Schüler/innen.

  4. Die Schulleitung beurteilt in Absprache mit dem Stadtschulrat für Wien die Möglichkeit der Ressourcenbewirtschaftung.

  5. Die Organisation der Fördermaßnahmen obliegt der Schulleitung, der Administration und den unterrichtenden Lehrer/n/innen.

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Gesamtkonzept "Sozialkompetenz"

Vorbemerkung

Die gesamtgesellschaftliche – derzeit in den Medien häufig präsente – Entwicklung, dass junge Menschen dazu neigen, "rauer" miteinander umzugehen, wird in letzter Zeit auch an Schulen, so auch an unserer Schule, spürbar.


Ziel

Wir wollen diese Entwicklung nicht zu einer ernsthaften Gefährdung erfolgreichen Lehrens und Lernens ausarten lassen.


Strategie

Durch gezielte Fördermaßnahmen im Bereich der sozialen Kompetenz wollen wir dem umfassenden Bildungsauftrag im Sinne des Schulorganisationsgesetzes gerecht werden, indem wir nicht ausschließlich kognitives, sondern auch soziales Lernen in den Mittelpunkt unserer Anstrengungen stellen.


Maßnahmen

  1. In den 1.Klassen bieten wir eine "Klassenvorstandstunde" in Form einer unverbindlichen Übung an, die derzeit von allen Schüler/innen besucht wird (Ressourcenbedeckung 2005/06: 50 % autonome Werteinheiten der Schule, 50 % zusätzliche Werteinheiten des Stadtschulrates für Wien).

  2. Als unverbindliche Übung in der Unterstufe bieten wir "MASALA" an, eine von den Kolleginnen Mag. Christa Langegger und Mag. Elisabeth Pullmann-Stummer entwickelte Übung zum spielerischen Erlernen gewaltloser Konfliktbewältigung und zur kreativen Entfaltung der Lebenskompetenzen. Diese Übung wird von vielen Kindern und Eltern seit mehreren Jahren gerne angenommen. Ziel dieser Übung ist es unter anderem, Kinder für soziales Engagement zu begeistern und einen Pool von Schüler/innen für Maßnahme 3 zu gewinnen (Ressourcenbedeckung 2004/05: 50 % autonome Werteinheiten der Schule, 50 % zusätzliche Werteinheiten des Stadtschulrates für Wien, 2005/06 hat diese Übungen wegen der Karenz der beiden Lehrer/innen nicht stattgefunden).

  3. In der Oberstufe bieten wir die unverbindliche Übung "PEER–MEDIATION" an. Dabei sind unsere Lehrerinnen und Schüler/innen in das Netzwerk Peer-Mediation des Stadtschulrates für Wien eingebunden (Ressourcenbedeckung in der Pilotphase 2005/06 über Förderkurse, ab 2006/07 über zusätzliche Förderwerteinheiten des Stadtschulrates für Wien).

  4. Eng vernetzt sind alle diese Maßnahmen mit der Arbeit unseres Bildungsberatungsteams, Mag. Erika Weithofer und Mag. Bernd Vogel, das zu einem immer größeren Teil Konfliktberatung betreibt (Ressourcenbedeckung über Cash–Kustodiate für Bildungsberatung).
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